Mehr als 100 Beispiele der Brückenbaukunst in Deutschland zeigt die Ausstellung „STRASSENBRÜCKEN – Ingenieur Bau Kunst in Deutschland“, die bis zum 5. November in der Villa Sachsen in Bingen (Mainzer Straße 184) zu sehen ist. Die Wanderausstellung mit Brückenbildern, Konstruktionsplänen und Bauverfahren, die von der Bundesingenieurkammer und dem Bundesverkehrsministerium initiiert worden ist, haben seit ihrem Start im Juli 2002 in Berlin in 10 Bundesländern bisher bereits weit über 100.000 Besucher gesehen. In Rheinland-Pfalz, wo Bingen nach Kaiserslautern die zweite Station ist, sind zudem 20 Brücken zu sehen, bei denen Mitgliedern der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz planend, ausführend oder als Prüfingenieure beteiligt waren.
„Mit der Ausstellung wollen wir zeigen, was Ingenieure für die Mobilität unserer Gesellschaft leisten. Die Bildtafeln und das die Ausstellung begleitenden Vortragsprogramm soll der Bevölkerung Einblicke geben in die komplexe Arbeit, die der Fertigstellung einer Brücke vorausgeht“, so der stellvertretende Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Gerd Juhre bei der Eröffnung. Für Bingen als zweiten Ausstellungsort in Rheinland-Pfalz habe sich die Ingenieurkammer entschieden, weil hier und am Mittelrhein seit mehr als einem Jahr der Bau einer Rheinüberquerung nach Rüdesheim und einer Brücke im Mittelrheintal öffentlich diskutiert wird, und die Ingenieure hierfür Beispiele und Fakten bereitstellen wollten, so Juhre.
Der Binger Bürgermeister Günter Lorey, der 1. Beigeordneten des Landkreises Mainz – Bingen, Thomas Feser, und der Ministerialrat im Verkehrsministerium, Jürgen Gest, begrüßten die Ausstellung und die sechs Vorträge als eine gute Chance für die Bürger, sich möglichst umfangreich über verschiedene Brückentypen und moderne Bauverfahren zu informieren. Von breitem Interesse seien aber auch Informationen über den Ablauf eines Planungs- und Genehmigungsverfahrens, wie es Baudirektor Bernd Winkler vom Landesbetrieb Straßen und Verkehr am Freitag, 31. Oktober um 18 Uhr erläutern wird.
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