| Angesichts der zurzeit heftig geführten Diskussion um Sinn und Machbarkeit einer Rheinbrücke zwischen den Städten Bingen und Rüdesheim bietet die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz ihre Unterstützung an bei der Suche nach einem für alle Beteiligten gangbaren Weg – über den Rhein: „Moderne Brücken werden heute nicht mehr als Betonmonster gebaut, sondern als Ergebnis der kreativen Arbeit von hoch qualifizierten und verantwortungsbewussten Ingenieuren. Durch ihr Know-how entstehen Konstruktionen, die funktional und sicher sind, die dabei trotzdem aber leicht und elegant wirken“ beschreibt Dr.-Ing. Hubert Verheyen, Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, die Fertigkeiten seiner Kammermitglieder in der „Königsdisziplin“ der Ingenieurkunst, dem Brückenbau.
Die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz (Mainz) unterstützt ausdrücklich die Bemühungen der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, die planungsrechtlichen Voraussetzungen und gesetzlichen Grundlagen für den Bau einer Brücke von Bingen nach Rüdesheim zu schaffen. Zur raschen Entscheidungsfindung beitragen kann die Kammer mit den Erfahrungen und dem Wissen von fast 3 000 Beratenden Ingenieuren, Bauvorlageberechtigten, Statikern und Sachverständigen der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz. Nicht wenige von ihnen sind ausgewiesene Fachleute auf dem Gebiet des Brückenbaus, aber unter den Mitgliedern gibt es auch zahlreiche Experten in den Bereichen Verkehrswesen oder Umweltschutz. Diesen „Fundus“ an Know-how bietet Kammerpräsident Verheyen den Kommunen und den an der Diskussion Beteiligten für fachlich kompetente Gespräche an.
Den Beweis, dass Brücken nicht nur reine Zweckbauten sind, sondern durch verantwortungsvolle Planung zum integrierter Bestandteil von Kulturlandschaften werden können, wird die Ingenieurkammer im kommenden Frühsommer in einer großen Ausstellung „Brücken Bau Kunst in Deutschland“ antreten. Dann wird die Wanderausstellung, die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und der Bundesingenieurkammer zusammen gestellt und seit diesem Sommer in verschiedenen Landeshauptstädten bereits über 50 000 Besuchern präsentiert wurde, auch in Rheinland-Pfalz zu sehen sein.
„Die Bürgerinnen und Bürger sind schon jetzt recht herzlich eingeladen, sich im Rahmen dieser Ausstellung davon zu überzeugen, dass Brücken in Deutschland verantwortungsvoll gebaut werden und nicht wie ein Fremdkörper in der Landschaft wirken müssen“, so Kammerpräsident Dr. Verheyen. Dieser Anspruch gelte in besonderem Maße für eine Brücke am „Eingang zum Mittelrhein“ als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
[Medien-Info 14.11.2002] |