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Inhalte: Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz,
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Ingenieure sind Problemlöser
Ingenieurkammer-Präsident Verheyen fordert Aufbruchsignale aus Berlin

Ein Ende des Zick-Zack-Kurses der vergangenen Monate und des Jammerns, stattdessen praktikable Lösungen und Aufbruchsignale fordert der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Dr.-Ing. Hubert Verheyen, in seiner Rede beim Jahresempfang der Wirtschaft am 14. Februar in Mainz. Den Minister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, der als Gastredner zum vierten Jahresempfang der Wirtschaft in Mainz gekommen war, ermutigte Verheyen, seine Möglichkeiten und seine Durchsetzungskraft gegen Bedenkenträger in der Berliner Regierungskoalition und in den Gewerkschaften einzusetzen, um faire Rahmenbedingungen für die kleinen und mittelständischen Unternehmer zu schaffen.

Verheyen, der auch stellvertretend für die sieben beteiligten Freiberufler-Kammern und die Landwirtschaftskammer deren Anliegen an die Bundespolitik vorstellte, machte deutlich, dass die Selbständigen auf steuerliche Entlastungen und den Abbau bürokratischer Hemmnisse angewiesen sind, um die konjunkturelle Talsohle zu überwinden.

Die rund 6.000 Beschäftigten in den rheinland-pfälzischen Ingenieurbüros und die etwa 900 selbständigen Beratenden Ingenieure in der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz stellen Unabhängigkeit, Kompetenz und treuhänderischen Rat in den Dienst ihrer Auftraggeber. Um diese für den Verbraucherschutz wichtigen Leistungen auch in Zukunft auf hohem Niveau erbringen zu können, sind einheitliche Rahmenbedingungen unerlässlich. So fehlt ein bundesweit einheitliches Berufsausübungsrecht, das den Ingenieuren, trotz ihrer hohen Verantwortung für Sicherheit und Verbraucherschutz, als einzigem der Freien Berufe bislang vorenthalten wird. „Erst bei schweren Unfällen oder Katastrophen wird der Wert von qualitativ hochwertiger Ingenieurarbeit von der Öffentlichkeit wahrgenommen“, begründet der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Dr.-Ing. Hubert Verheyen, das mangelnde Interesse des Gesetzgebers an einer Regelung. Dagegen werde „Planungspfusch“ durch ein Berufsausübungsrecht, welches die Rechte und Pflichten der Ingenieure detailliert regelt, vermieden.

Ein Wettbewerb der Ingenieure nach Leistung ist notwendig und gewollt; erforderlich ist aber eine strukturelle Überarbeitung der Honorarordnung für Ingenieure und Architekten (HOAI), die seit 1996 unverändert geblieben ist. Der in der ersten Februarwoche vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit frei gegebene „Statusbericht 2000plus – Architekten und Ingenieure“ soll nun die Grundlage bilden für die seit langem notwendige Modernisierung und Anpassung der Honorarordnung.

Welchen bedeutenden Beitrag die Ingenieure bislang zur Baukultur in der Bundesrepublik geleistet haben, werden die rheinland-pfälzischen Ingenieure im Oktober in Bingen deutlich machen, wenn dort die viel beachtete Wanderausstellung „Straßenbrücken – IngenieurBaukunst in Deutschland“ eröffnet wird, die die Bundesingenieurkammer gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium organisiert hat.

[Medien-Info: 14.02.2003]

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